Print Logo

merkzettel

Reitsport: CHIO in Aachen

Neue Hoffnungsträger im deutschen Dressur-Team

  • Helen Langehanenberg, Kristina Sprehe (re.)
  • Video Dressurreiter fit für London
  • Video Deutsche Springreiter geschlagen
  • Bilderserie CHIO in Aachen - Mekka des Pferdesports
  • Helen Langehanenberg und Kristina Sprehe
    Helen Langehanenberg und Kristina Sprehe (re.) / Quelle: dpa

    Ausfälle, Absagen, Versagen – es ging drunter und drüber beim CHIO in Aachen, der letzten Sichtung vor den Olympischen Spielen. Die Springreiter erwischte es hart, sie fahren mit dem letzten Aufgebot nach London. Nach dem Totilas-Ausfall wuchsen derweil gleich mehrere Dressur-Reiterinnen über sich hinaus - so wie Helen Langenhanenberg und Kristina Sprehe.

    (09.07.2012 Quelle: dpa)
    VideoDressurreiter fit für London

    Wenn es nach den deutschen Dressurreitern ginge, könnten die Olympischen Spiele gleich beginnen. Beim CHIO in Aachen verwiesen sie die Konkurrenz auf die Plätze - auch ohne Wunderhengst Totilas.

    (09.07.2012)
    VideoDeutsche Springreiter geschlagen

    Die deutschen Springreiter Ludger Beerbaum und Thomas Voß, sowie Bundestrainer Otto Becker im Interview nach dem Großen Preis.

    (08.07.2012)
    BilderserieCHIO in Aachen - Mekka des Pferdesports
    Aachen von oben / Quelle: imago
    (04.07.2012)

    Kurzmeldung

    • 17:58 08.07.2012Kurzmeldung

      Whitaker gewinnt Großen Preis 17:58 08.07.2012
      Der britische Springreiter Michael Whitaker hat den Großen Preis von Aachen gewonnen. Beim Höhepunkt des CHIO setzte sich der 52-Jährige mit dem zwölfjährigen Wallach Gig Amai im Stechen durch. Auf den Plätzen zwei und drei der mit 350.000 Euro dotierten Prüfung folgten Thomas Voß aus Schülp mit Carinjo und Meredith Michaels- Beerbaum aus Thedinghausen mit Bella Donna. Das starke Abschneiden der Gastgeber komplettierten Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen mit Embassy und Christian Ahlmann aus Marl mit Taloubet auf den Rängen vier und fünf.

    • 13:05 08.07.2012Kurzmeldung

      Langehanenberg feiert Kür-Sieg 13:05 08.07.2012
      Die Dressurreiterin Helen Langehanenberg hat beim CHIO in Aachen erstmals die Kür gewonnen. Im Sattel des Hengstes Damon Hill setzte sich die 30-Jährige aus Havixbeck in der letzten Dressurprüfung des weltweit größten Reitturniers knapp durch. Die zweimalige deutsche Meisterin erhielt für ihren Auftritt 85,150 Prozentpunkte und lag damit vor Kristina Sprehe mit Desperados (84,700). Die 25 Jahre alte Reiterin hatte an den Vortagen den Grand Prix und den Special vor Langehanenberg gewonnen. Auf Platz drei in der Kür kam Dorothee Schneider mit Diva Royal (81,100).

    • 15:14 07.07.2012Kurzmeldung

      Olympia-Reiter sind nominiert 15:14 07.07.2012
      Janne-Friederike Meyer und drei Männer bilden bei den Olympischen Spielen in London das deutsche Springreiter-Team. Die 31-Jährige wurde mit ihrem Pferd Lambrasco ebenso nominiert wie Christian Ahlmann mit Codex One, Marcus Ehning mit Plot Blue und Philipp Weishaupt mit Monte Bellini. Das Aufgebot der Vielseitigkeitsreiter führt Weltmeister Michael Jung mit Sam an. Zur Equipe gehören außerdem Sandra Auffarth mit Opgun Louvo, Dirk Schrade mit King Artus, Ingrid Klimke mit Abraxxas und Peter Thomsen mit Barny. Reserve-Reiter ist Andreas Dibowski mit Avedon.

    • 17:21 07.07.2012Kurzmeldung

      Ahlmann setzt sich durch 17:21 07.07.2012
      Christian Ahlmann hat als erster deutscher Springreiter beim diesjährigen CHIO in Aachen ein Hauptspringen gewonnen. Der Springreiter setzte sich am vorletzten Turniertag in der Prüfung mit Siegerrunde im Sattel von Lorena nach einem fehlerfreiem Ritt in 50,80 Sekunden durch. Hinter der US-Amerikanerin Laura Kraut (USA) mit Teirra (0/50,86) kam Ludger Beerbaum aus Riesenbeck mit Chaman (0/53,17) auf Platz drei. Vierter wurde Rene Tebbel mit Cooper (0/57,83).

    • 12:16 07.07.2012Kurzmeldung

      Sieg für deutsche Equipe 12:16 07.07.2012
      Die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft hat den Nationenpreis beim CHIO in Aachen gewonnen. Das Gastgeber-Team setzte sich nach dem abschließenden Geländeritt mit 136,40 Strafpunkten durch. Auf den Plätzen folgten Großbritannien (141,00) und Schweden (176,80). In der Einzelwertung siegte der Australier Christopher Burton im Sattel von Underdiscussion mit 38,80 Strafpunkten vor Weltmeister Michael Jung (Horb) mit Sam (40,60) und Laura Collett aus Großbritannien mit Rayef (40,60). Vierte wurde Sandra Auffarth aus Ganderkese mit Opgun Louvo (41,60).

    • 14:39 07.07.2012Kurzmeldung

      Nächster Sieg für Sprehe 14:39 07.07.2012
      Dressur-Reiterin Kristina Sprehe hat ihre Erfolgsserie beim CHIO in Aachen im Grand Prix Special fortgesetzt. Die 25-Jährige brachte es in der zweiten Wertungsprüfung um den Großen Dressurpreis mit Desperados auf exakt 81,000 Prozentpunkte und ist nun auch für die Kür am Sonntag Favorit. Bereits im Grand Prix am Donnerstag hatte das Paar gesiegt und die deutsche Equipe zum Sieg geführt. Den Doppelsieg machte auf dem zweiten Platz die zweifache deutsche Meisterin Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Damon Hill perfekt. Das Duo lag mit 80,622 Punkten hauchdünn hinter Sprehe.

    • 17:12 06.07.2012Kurzmeldung

      Guerdat siegt mit Ferrari 17:12 06.07.2012
      Die deutschen Springreiter warten im siebten Jahr auf einen Heimsieg beim Preis von Nordrhein-Westfalen. Das zweitwichtigste Einzel-Springen beim CHIO in Aachen gewann der Schweizer Steve Guerdat mit Ferrari. In 47,52 Sekunden setzte sich der 30-Jährige vor Hans-Dieter Dreher mit Embassy in 48,62 Sekunden durch. Zweitbester deutscher Starter war Ludger Beerbaum aus Riesenbeck, der mit Chiara (0/51,62) auf Platz acht kam. Der letzte Heimsieg im NRW-Preis gelang 2005 Otto Becker, der inzwischen als Bundestrainer arbeitet.

    Der Höhepunkt in Aachen

    Der Grand-Prix in voller Länge

    Das Olympia-Aufgebot

    Janne-Friederike Meyer mit Lambrasco / Quelle: dpa

    Bild: Janne-Friederike Meyer führt das deutsche Springreiterteam an

    Springreiter:

    Janne-Friederike Meyer mit Lambrasco, Christian Ahlmann mit Codex One, Marcus Ehning mit Plot Blue und Philipp Weishaupt mit Monte Bellini.

    Vielseitigsreiter:

    Michael Jung mit Sam oder Leopin, Sandra Auffarth mit Opgun Louvo, Dirk Schrade mit King Artus oder Hop and Skip, Ingrid Klimke mit Abraxxas und Peter Thomsen mit Barny. Reserve-Reiter: Andreas Dibowski mit Avedon.

    Dressur:

    Helen Langehanenberg mit Damon Hill, Kristina Sprehe mit Desperados und Dorothee Schneider mit Diva Royal. Einzelstarterin: Anabel Balkenhol mit Dablino

    Deutschlands neue olympische Reiter

    von Christiane Mitsatelis

    Ausfälle, Absagen, Versagen – es ging drunter und drüber beim CHIO in Aachen, der letzten Sichtung vor den Olympischen Spielen. Die Springreiter erwischte es hart, sie fahren mit dem letzten Aufgebot nach London. Nach dem Totilas-Ausfall wuchsen derweil drei Dressur-Reiterinnen über sich hinaus.

    Es war ein strahlendes Gruppenfoto: Kristina Sprehe (25), Helen Langehanenberg (30) und Dorothee Schneider (43) lächelten unter ihren schwarzen Zylindern um die Wette, als sie sich am Sonntagnachmittag in Aachen den Fotografen präsentierten. Die drei Dressurreiterinnen werden bei den Olympischen Spielen in London die deutsche Mannschaft bilden. „Die Mädchen sind klasse geritten“, sagte Bundestrainer Johnny Hilberath. „Und die Pferde sind in Topform.“


    Sie hatten die Gunst der Stunde genutzt, ihre Leistungen beim CHIO in Aachen waren so mitreißend, dass am Ende niemand mehr an Superstar Totilas dachte, der aufgrund der Erkrankung seines Reiters Matthias Rath auf die Olympia-Teilnahme verzichten muss.

    Neue Stars im Viereck

    Denn auch andere Hengste können begeistern: In der Kür siegte Langehanenberg mit dem zwölfjährigen Damon Hill (85,150) am Sonntag gewann sie knapp vor Sprehe mit dem ein Jahr jüngeren Desperados (84,700). Beide Reiterinnen erzielten dabei jeweils mehr Punkte als Rath bei seinem CHIO-Sieg mit Totilas vor einem Jahr (82,825). Den dritten Platz im deutschen Team erkämpfte sich Schneider mit der 10-jährigen Stute Diva Royal durch eine ebenfalls starke Kür, sie belegte Rang drei (81,100) – und war aus dem Häuschen vor Freude: „Ich muss aufpassen, dass ich vor Freude keine Schnapp-Atmung bekomme“, sagte die Wiesbadenerin, die Anabel Balkenhol hinter sich ließ, die in London mit Dablino nur im Einzel antreten wird.


    Die für London nominierten Amazonen sind allesamt Olympia-Debütantinnen. Bei den Londoner Spielen werden zwar die starken Paare aus England und den Niederlanden  am Start sein, die den CHIO ausgelassen haben. Doch das sei kein Problem, meinte Langehanenberg: „Wir sind ein junges, frisches Team und haben nichts zu verlieren.“ Ihr ist mit Damon Hill ein gewaltiger Leistungssprung gelungen, die größte Aufsteigerin der letzten Monate ist aber Kristina Sprehe mit Desperados.

    Sprehe, die Dressur-Prinzessin

    Die junge Reiterin, deren Vater ein Gestüt in Dinklage im Teutoburger Wald unterhält, gehört erst seit sieben Monaten zum deutschen A-Kader. Ihren Rapphengst reitet die BWL-Studentin, die von Jürgen Koschel trainiert wird, seit September 2010 – eine glückliche Kombination, wie die Ergebnisse zeigen.


    Ihren internationalen Durchbruch schaffte Sprehe im März, als sie in Dortmund im Grand Prix Special siegte – und dabei die Engländerin und olympische Medaillen-Kandidatin Laura Bechtolsheimer hinter sich. Damit ihr Desperados nicht durch Hormonschübe aus der Ruhe gebracht wird, ist er seit Anfang des Jahres von seinen Pflichten als Deckhengst befreit. „Das war gut so“, sagte Sprehe. Ihr Pferd habe sich von Wettbewerb zu Wettbewerb gesteigert. „Ich hoffe, es geht so weiter.“

    Eine Frau und drei Männer

    Auch das Team der deutschen Springreiter steht. Neben Janne Friederike Meyer mit Lambrasco stehen Marcus Ehning (Plot Blue), Christian Ahlmann (Codex One) und Philipp Weishaupt (Monte Bellini) in der Olympia-Mannschaft, die Bundestrainer Otto Becker in Aachen nominierte. Er hatte es nicht leicht: Erst hatten ihm die Routiniers Ludger Beerbaum und Carsten-Otto Nagel wegen der Formschwäche ihre Pferde abgesagt – und dann fiel auch noch Marco Kutscher aus. Im Nationenpreis hatte sein zuvor zuverlässiger Hengst Cornet Obolensky plötzlich den Spaß am Springen verloren und sich einen Abwurf nach dem anderen geleistet. Für ihn kam Weishaupt ins Team.

    Die Springreiter werden es in London nicht schwer haben, besser abzuschneiden als 2008 – in Hongkong machten sie vor allem durch den Doping-Fall des inzwischen rehabilitierten Ahlmann Schlagzeilen. Anders sieht es bei den Dressureitern aus, sie gewannen seit 1976, mit Ausnahme der boykottierten Moskauer Spiele von 1980, immer Team-Gold.

    09.07.2012
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.



     
    * Pflichtfelder  
    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen