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Hintergrund  |  11.05.2012 

Die gewaltbereien Salafisten

Zusammenstöße zwischen Rechtsradikalen und Salafisten, die Polizei dazwischen

Nach den Gewaltattacken von Salafisten auf die Polizei hat die Politik härtere Maßnahmen gegen die Extremisten gefordert. Die Vielfalt der Vorschläge ist groß - auch ein Verbot wird diskutiert. "Forum am Freitag"-Moderator Kamran Safiarian hat die Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime Nurhan Soykan und Ali Kizilkaya vom Koordinationsrat der Muslime getroffen und sie nach ihrer Perspektive auf den gewaltbereiten Salafismus gefragt. 

Härtetest für die Demokratie

Wie gehen die muslimischen Verbände mit den Salafisten um? Kamran Safiarian fragt Ali Kizilkaya vom Koordinierungsrat und Nurhan Soykan (Bild) vom Zentralrat der Muslime.

(11.05.2012)
Polizeikontrolle: Salafisten demonstrieren in Bonn / Quelle: dpa

Salafisten demonstrieren in Bonn

Die Polizei trennt demonstrierende Salafisten von Anhängern der rechtsextremen Partei ProNRW.

(10.05.2012 Quelle: dpa)

Helle Gewänder, lange Bärte: Wer sind die Salafisten, was sind ihre Ziele - und was unterscheidet die verschiedenen Strömungen?

Die Salafisten sind sich ...  [mehr]
Der Islamwissenschaftler Rauf Ceylan hat die Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen Salafisten in Deutschland als hilflos und aktionistisch bezeichnet. Die bisherige Praxis, gewaltbereite Salafisten strafrechtlich zu verfolgen und vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, reiche aus, sagte der Osnabrücker Religionssoziologe. Ceylan warnte davor, mit zweierlei Maß zu messen und verschiedene Formen von Extremismus unterschiedlich zu behandeln.

Extremismus insgesamt bekämpfen

"Wir müssen den Extremismus insgesamt in den Blick nehmen", sagte der Professor. "Die Denkstrukturen der Salafisten und der Rechtsextremen bei Pro NRW sind gleich." Die islamfeindlichen Rechten seien ebenso gefährlich wie die Salafisten. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte angekündigt, ein Verbot salafistischer Vereine und die Ausweisung einzelner Salafisten zu prüfen.
Ceylan plädierte dafür, in die Wertebildung in Schulen zu intensivieren. Das sei der beste Schutz vor extremistischem Gedankengut. Dort könnten alle Kinder und Jugendlichen lernen, dass die Vielfalt der Religionen, Kulturen und Meinungen in der deutschen Gesellschaft selbstverständlich sei. Aber auch Imame in den Moscheegemeinden müssten Jugendlichen vermitteln, dass Vielfalt von Gott gewollt sei: "Wenn sie fragen, ob die Ehe mit einer christlichen Frau erlaubt ist, dann muss die Antwort lauten: Selbstverständlich! Das ist eine Frage der Liebe und nicht der Religion."

Ein "Forum am Freitag"-Gespräch mit Rauf Ceylan finden Sie im oben verlinkten Artikel "Helle Gewänder, lange Bärte".

11.05.2012, Quelle: epd

Gewaltbereite Salafisten gegen ProNRW-Provokateure

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