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Manuel Neuer.
Manuel Neuer

Fußball - Studiogast

Manuel Neuer, der heiß Begehrte

Schalkes Schlussmann
zu Gast im "sportstudio"

von Sabine Fledersbacher

Schalke hat ihn, die Bayern wollen ihn: Nationaltorwart Manuel Neuer ist heiß begehrt. Wie er mit dem Werben aus München umgeht und über das Spiel der Knappen bei den Bayern am Samstag spricht der 23-Jährige als Studiogast im "sportstudio".

 
 
 
 

Nach dem gescheiterten Abwerbeversuch im vergangen Frühsommer wollen die Bayern für die kommende Saison wieder auf Neuer-Fang gehen. "Wir werden ab dem 1. Juli versuchen, einen sehr guten Torwart zu verpflichten. Da spielt der Name Manuel Neuer auch ein Rolle" erklärt FCB-Manager Uli Hoeneß. Noch stößt er dabei bei Schalkes starkem Mann auf taube Ohren: "Es gilt für alle Spieler, dass man über einen Verkauf nachdenken muss, wenn das Angebot stimmt - außer bei Manuel Neuer", stellt Trainer-Manager Felix Magath auf stur. Doch wer die Mechanismen im Transfergeschäft kennt, weiß, dass die Sache bis zum nächsten Sommer schon ganz anders aussehen kann.

Zitat

„Es gilt für alle Spieler, dass man über einen Verkauf nachdenken muss, wenn das Angebot stimmt - außer bei Manuel Neuer“

Felix Magath

Schalker durch und durch

Wenn man sich allerdings die Biografie des Keepers anschaut, kann man sich kaum vorstellen, dass Neuer einmal nicht mehr für Schalke spielen könnte. Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, ist Neuer seit frühester Kindheit glühender Schalke-Fan. Von der F-Jugend an durchlief er alle Jugendmannschaften des Vereins und bekam bei den Knappen im Jahr 2005 als 19-Jähriger seinen ersten Profivertrag.

 

Nachdem er sich ein Jahr in der Regionalliga seine Sporen verdiente, feierte der Youngster am 19. August 2006 sein Bundesliga-Debüt in Aachen (1:0). Damals bekam er die Chance, weil Stammtorhüter Frank Rost verletzt ausfiel. Aber im November schlug dann endgültig Neuers Stunde, als ihn der damalige Trainer Mirko Slomka vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München zur Nummer 1 erkor und von da an an Neuer festhielt. Dieser dankte es dem Trainer mit konstant guten Leistungen und hatte damit großen Anteil daran, dass die Königsblauen bis zum Schluss um die Meisterschaft mitspielen konnten.

Dennis Aogo, Torwart Manuel Neuer und Andreas Beck. Quelle: imago
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U21-Nationaltorwart Manuel Neuer

In Lehmanns Fußstapfen

Wie im Verein war Neuer, der von sich selbst sagt, nie damit gerechnet zu haben, es zum Bundesligaprofi zu schaffen, auch für die verschiedenen Jugendteams der Nationalmannschaft aktiv. So feierte das Talent parallel zu seinem Debüt in der Liga im August 2006 seinen Einstand in der U21. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Einladung zur A-Nationalmannschaft kommen würde. Die Medien jedenfalls schrieben Neuer bereits zum Nachfolger von Nationaltorwart Jens Lehmann, übrigens Neuers großes Vorbild. Wie Lehmann ist auch Neuer ein spielender Torwart, der nicht nur tolle Reflexe auf der Linie hat, sondern auch die schnelle Spieleröffnung beherrscht.

 

Es dauerte dann aber noch bis zum Sommer diesen Jahres, bis Neuer für das A-Team auflief. Am 2. Juni stellte ihn Bundestrainer Joachim Löw im Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (7:2) von Beginn an zwischen die Pfosten. Der Sommer 2009 war ein guter für Neuer, der Ende Juni mit der U21 den Europameister-Titel gewann. Abgesehen von einem Mittelfußbruch im Sommer 2008 blieb er bislang von größeren Verletzungen verschont. Er zählt zu den vier Torhütern, von denen Löw drei mit zur WM nach Südafrika nehmen wird. Noch stehen der nur ein Jahr ältere René Adler und der Routinier Robert Enke vor ihm in der Hierarchie - aber der ehrgeizige und zielstrebige Neuer arbeitet an der Wachablösung.